Mein kleiner Sohn Fabian liebt es Trickfilme zu erstellen. Mit seinen Playmobil Männchen und Autos baut er einen Stop Motion Film aus ein paar hundert Fotos auf, wobei er von Bild zu Bild nur ein wenig die Autos verschiebt. Das Ganze fügt er dann in unser Filmora Videoschnitt Programm ein und hat so einen kleines hübschen Filmchen …

 

Anwendung im Scrum

 

Die Dokumentation ist insbesondere für ein Framework-Projekt – wie dem Surround Studio – immens wichtig. Wenn man jedoch zuviel auf einmal erzählt wird das recht schwierig mit der Nachvollziehbarkeit.  Ein 2 Wochen Sprint – 6 Mann Wochen Implementierung – erzeugt soviel Neues, daß nur noch die hauptsächlichen Ergebnisse präsentiert werden können. Ein Blick ins Detail fehlt. So reicht es nicht, nur das Review und die Retrospektive am Ende des Sprints zu verwenden.

 

Deshalb präsentieren wir im Surround Studio minimale Inkremente in einer Art Stop Motion Scrum. Jede kleine Momentaufnahme – getreu nach dem Motto Minimal Coding – wird in einem Webinar und Wiki “aufgezeichnet”. Über die Timeline kann man dabei beliebig zwischen den “Einzelbildern” scrollen, in einer Art Daumen Kino.

 

Aus meiner Erfahrung als Framework Entwickler schätze ich den Aufwand für die Umsetzung des kompletten Surround Studio auf 100000 Lines of Code.

 

Wenn man dabei in einer Momentaufnahme maximal 500 Zeilen geänderten Sourcecode vorführt, ergeben sich rund 200 Einzelbilder, bei zwei Szenen pro Woche also rund 2 Jahre Gesamtlaufzeit. Das deckt sich auch gut mit der gesamten nötigen Realisierungszeit.

 

Am Ende erhält man einen lückenlosen Film über das Surround Studio und man kann diesen beliebig im Zeitraffer oder der Zeitlupe abspielen. Bei ca. 8 Minuten pro “Take” erhält man am Ende ein 24h Epos.

 

Die Dramaturgie sollte dabei eine gewisse Anspannung und Entspannung vorweisen, bei der Erreichung von Etappenzielen als Zwischenprodukt. Auf diese Art und Weise wird es mit dem Surround Studio nie langweilig.
Also auf zum nächsten Tatort Modellierung.